RÄUME UND GESELLSCHAFTEN
IM WANDEL DER ZEIT
Überblick & kurz erzählte Geschichte
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Hinter den Pyrenäen
Die Griechen nannten die ursprünglichen Einwohner der Pyrenäenhalbinsel Iberer.Viele Städte in Südspanien waren ursprünglich Kolonien der Seefahrernationen aus dem Mittelmeerraum. Cadiz und Malaga waren phönizisch, Cartagena karthagisch. Als die Römer in den Punischen Kriegen endgültig gesiegt hatten, eroberten sie auch die karthagischen Kolonien und bei der Gelegenheit grad die gesamte Halbinsel.
Die römische Provinz Hispania entwickelte sich zu einem vollwertigen Bestandteil des Römischen Reiches, sogar zwei römische Kaiser, Hadrian und Trajan, wurden hier geboren. Die Spanier ihrerseits nahmen die römische Kultur vollständig an, was wir noch heute z.B. an der Sprache feststellen können.
Während der Völkerwanderungszeit fielen germanische Stämme wie Goten oder Vandalen in Spanien ein und eroberten das ganze Land. Die Vandalen zogen über Gibraltar nach Nordafrika weiter, die gotische Herrschaft dauerte bis 711, als muslimische Mauren in Andalusien eindrangen und weite Gebiete Spaniens eroberten. Dieses maurische Spanien wurde mit der Zeit unabhängig vom arabischen Reich. Cordoba war in jener Epoche das kulturelle Zentrum von Al-Andaluz (wie jenes maurische Spanien hieß). Streitigkeiten zwischen den arabischen Adelsfamilien führten schließlich dazu, dass das gewaltige Reich in zahlreiche kleine Kalifate zerbrach. Nun konnten die Christen im Norden des Landes mit der Reconquista (Rückeroberung) beginnen.
Der Nationalheld. Aus dem Film El Cid.
Granada fiel 1492 als letzte Bastion von Al-Andaluz Isabella und Ferdinand gelang es, das ganze Land unter ihrer Krone zu vereinigen. Ihr Bestreben, Spanien zu "re-christianisieren" führte das Land in die berüchtigte Spanischen Inquisition. Tausende Juden, Mauren und sonstige Andersgläubige, die sich nicht zum Christentum bekennen wollten, wurden des Landes verwiesen, gefoltert und umgebracht.
Kolumbus nimmt San Salvador für die spanische Krone in Besitz Als Isabella 1504 starb, hinterließ sie den Thron ihrer Tochter Johanna der Wahnsinnigen. Deren Ehemann Philipp der Schöne war der Sohn des deutschen Kaisers. So hielt Haus Habsburg Einzug in Spanien. König Karl I. von Spanien, der zugleich Kaiser Karl V. des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation war) , vereinte 1517 eines der gewaltigsten Weltreiche der Geschichte. 1556 zog sich Karl ins Kloster zurück. Das Reich wurde zwischen der spanischen und der österreichischen Linie der Habsburger aufgeteilt. Spanien blühte wirtschaftlich auf, vor allem dank der Ausbeutung der amerikanischen Kolonien. Diese Kolonien waren aber zugleich der Grund dafür, dass das Land in teure Kriege mit Frankreich, den Niederlanden und England verwickelt wurde.
Philipp II. schickt seine Armada gegen England Als Napoleon die Herrschaft in Frankreich antrat, setzte er seinen Bruder Joseph als König ein. Die Spanier lehnten sich in einen langen Unabhängigkeitskrieg gegen die französische Besetzung auf, bis Napoleon 1815 in Waterloo endgültig geschlagen wurde.
Der Streit um die Thronfolge und das Regierungssystem dauerte das ganze 19. Jahrhundert an und führte zu Rebellionen und Kriegen, wirtschaftlicher Rezession und politischer Instabilität. Spanien verlor einen Großteil seiner Übersee-Besitzungen. Eine Rebellion in der spanischen Kolonie Kuba 1895 führte schließlich zum Spanisch-Amerikanischen Krieg, mit vernichtenden Folgen für Spanien, das seine letzten Übersee-Besitzungen verlor.
Am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts gab es in Spanien drei soziale Schichten: Eine reiche, von der Kirche und der Armee getragenen Oberschicht, dann eine große und sehr arme Landbevölkerung und eine kleine, jedoch kämpferische Arbeiterschaft. Wegen anarchistischen Umtrieben setzte der König 1923 Primo de Riviera als Diktator ein.
Erschiessung von spanischen Patrioten Als in Asturien ein Streik zu einer Revolution auszuarten drohte, wurde der brutal erstickt. So schlossen sich die Linksparteien und Gewerkschaften zu einer „Volksfront“ zusammen, die 1936 die Wahlen gewann. Das kam fast einer Revolution gleich. Als Arbeiter und Bauern Fabriken und Felder besetzten, fand ein Militärputsch statt. General Franco hatte ihn von Spanisch-Marokko aus mit Hilfe Mussolinis vorbereitet.
Franco wurde von der Armee und von der Falange (spanischen Faschisten) unterstützt. Zwei Monate nach Beginn des Spanischen Bürgerkrieges (1936-39) war Franco Herr der Hälfte des Landes. Italien half ihm mit Soldaten und Waffen, Hitler schickte ihm die „Legion Condor“. Die Demokratien in Europa und die USA wollten sich nicht einmischen, die Sowjetunion sandte Techniker und Waffen und half bei der Rekrutierung der „Internationalen Brigaden“.
Tod eines Republikaners Ab 1960 begann sich Spanien zu öffnen, trat 1986 der EU bei und entwickelte sich zu einem sehr dynamischen Industrie- und Agrarstaat. Vor allem der Tourismus, aber auch Banken und Telekommunikation spielen eine wichtige wirtschaftliche Rolle.
Von der europäischen Schuldenkrise ab 2007 wurde Spanien sehr hart getroffen, doch nun hat das Land Stagnation und Arbeitslosigkeit überwunden.
DIE ARBEITSBLÄTTER
(als PDF zum Downloaden)
Vom gleichen Autor:
www.mittelschulvorbereitung.ch
www.mittelschulvorbereitung.ch/englisch
www.mittelschulvorbereitung.ch/franz
www.sekundarschulvorbereitung.ch
www.deutschalsfremdsprache.ch
www.deutschunddeutlich.de
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20. Jahrhundert Ze(itgeschichte)
Weltkriege, Faschisten, Kommunisten, Atombombe, Kalter Krieg, Mondlandung
18. Jahrhundert Au(fklärung)
moderne Regenten, empirische Wissenschaft, technische und gesellschaftliche Revolutionen, Neue Welt
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